ENGLISH VERSION 

In this conversation I reflect on artistic resonance, emotional intensity, and the transformation behind my book Signed My Arm, Shook My Soul – And Other Inconvenient Truths From a Visual Artist’s Heart. This is not a story about admiration. It is about what happens when resonance forces you to return to yourself.

 

You are a visual artist. Why did this story have to become a book?

For a long time, I experienced a form of artistic resonance that felt larger than a single moment. After a concert in Montreux and a brief personal encounter, something shifted. I realized I could not just walk away from it. I had to process it. 

What began as notes became a manuscript. The manuscript became a book. Not about a person – but about what resonance can awaken in someone.

 

Why did you write it in English rather than in your native language?

The sentences just came in English to me. This language feels closer to my emotional core. It allows a certain directness while creating a slight distance from my biography. English feels precise without feeling exposed in the same way German sometimes does. English feels more poetic to me. Softer. Less sharp at the edges.

 

When did you realize this was changing you?

When the intensity stopped being just energy and became a mirror.

At some point I had to ask myself: Why is my system reacting like this? What is actually happening here?

When the initial fire softened, clarity and presence remained.
And a deeper trust in my own artistic voice.

 

You describe resonance almost physically. What do you mean?

For me, resonance was embodied: Heart racing. Restlessness. Accelerated thoughts. It felt like something inside me had been set into vibration.
Not random. Not controllable. But meaningful. At least it felt meaningful. 

The body often reacts before the mind understands.

 

Where is the line between admiration, obsession, and artistic transformation?

Admiration was the beginning, yes. Then there were obsessive phases – in the sense of intense artistic inquiry. Not possession or projection.

I wanted to understand why the resonance was so strong. In my opinion and experience, art rarely grows from distance.
Transformation begins when one stops consuming and starts reflecting.

 

Did writing the book cost you something?

Yes.

Sleep.

A sense of safety. 

And the illusion of having everything under control.

 

Were there moments when you almost didn’t publish it?

Yes, of course. Many times. It is a very personal book. Vulnerable and exposed. But I kept returning to one thought: If I take this experience seriously, others who recognize themselves in it will too.

 

How did people around you react?

Those who have read it have mostly responded to the courage and honesty. That was enough.

 

Were you afraid of being misunderstood?

Of course. Fear is real. But it is not a sufficient argument against truthfulness.

 

What does “returning to yourself” mean now?

I went through a period of exhaustion and depression in which I felt disconnected from myself. Even before that I felt as I was standing beside me.

This book is part of my return – to sensitivity, to intensity, to artistic integrity.

I no longer live beside myself. I stand within myself.

 

Why self-publishing?

Because it allowed full artistic control – conceptually and visually. This project needed to remain in my hands.

 

How does it feel to give such a personal work a price?

Very unfamiliar. But art deserves value – including financial value.

 

How do you navigate the tension between art and market?

My goal is not to reach everyone. My goal is to reach the right ones. If that number is small, I am fine with it.

 

If the person who initiated this process heard this, what would you say?

Thank you for the art.
Thank you for the integrity.
And thank you for the resonance that forced me to look more closely.

At some point, that resonance became my own voice.

 

Is the book gratitude, farewell, or empowerment?

It is transformation.

 

Who is this book truly for?

For people who have been called “too sensitive.”
For those who experience intensity as both burden and compass.
For those who have hidden their true nature to be more acceptable.

First, it was for me.
Maybe I  had to learn not to diminish my own sensitivity.

DEUTSCHE VERSION

Dieses Gespräch ist eine Reflexion über künstlerische Resonanz, emotionale Intensität und den Prozess hinter meinem Buch Signed My Arm, Shook My Soul – And Other Inconvenient Truths From a Visual Artist’s HeartEs ist keine Geschichte über Bewunderung. Es geht darum, was geschieht, wenn Resonanz einen zwingt, zu sich selbst zurückzukehren.

 

Du bist visuelle Künstlerin. Warum wollte diese Erfahrung ein Buch werden?

Ich spürte über lange Zeit eine künstlerische Resonanz, nicht nur während eines flüchtigen Moments. Irgendwann wurde diese Resonanz so stark, dass ich sie nicht mehr ignorieren konnte. Nach einer Begegnung in Montreux war mir klar: Das will verarbeitet werden.
Aus Notizen entstand ein Manuskript. Daraus ein Buch. Nicht über eine Person, sondern über das, was Resonanz im Innersten auslösen kann.

 

Warum Englisch und nicht in deiner Muttersprache?

Die Gedanken kamen auf Englisch zu mir. Diese Sprache ist näher an meinem emotionalen Kern – und gleichzeitig weniger biografisch aufgeladen als Deutsch. Englisch fühlt sich präzise an, aber lässt mich nicht so exponiert fühlen wie Deutsch. Und ich finde die Sprache lyrischer und feiner.

 

Wann hast du gemerkt, dass es dich verändert?

Als die Intensität nicht mehr nur Energie war, sondern zum Spiegel wurde. Ich fragte mich: Warum reagiert mein System so stark? Was passiert hier?

Irgendwann wurde aus dem Feuer Klarheit und aus Resonanz meine eigene Stimme.

 

Du beschreibst Resonanz als beinahe physische Erfahrung. Was meinst du damit?

Für mich war es eine körperliche Erfahrung: Herzklopfen. Unruhe. Gedankensprünge.
Etwas in mir begann zu schwingen.
Nicht zufällig. Nicht kontrollierbar. Aber bedeutungsvoll. Zumindest fühlte es sich so an.
Der Körper reagiert oft, bevor der Kopf versteht.

 

Wo verläuft die Grenze zwischen Bewunderung, Obsession und Transformation?

Zu Beginn war es Bewunderung. Dann gab es obsessive Phasen – als radikale Auseinandersetzung. Nicht als Besitzanspruch oder Projektion.

Ich wollte verstehen, warum diese Resonanz so stark war. Meiner Erfahrung nach entsteht Kunst selten aus Distanz.
Transformation beginnt dann, wenn man aufhört zu konsumieren und beginnt zu reflektieren. 

 

Hat dich das Schreiben etwas gekostet?

Ja.

Schlaf.

Sicherheit.

Und die Illusion, alles im Griff zu haben.

 

Gab es Momente, in denen du das Buch nicht veröffentlichen wolltest?

Natürlich. Es ist sehr persönlich und verletzlich. Aber ich hatte immer das Gefühl: Wenn ich das selbst ernst nehme, wird es auch andere geben, die sich darin erkennen.

 

Wie haben die Menschen aus deinem Umfeld reagiert?

Diejenigen, die es gelesen haben, haben vor allem den Mut gesehen. Und die Ehrlichkeit. Mehr wollte ich nicht.

 

Hattest du Angst, missverstanden zu werden?

Ja, klar. Aber Angst ist kein Argument gegen Wahrhaftigkeit.

 

Was bedeutet "zu mir zurückkehren" für dich?

Ich habe viele Jahre neben mir her gelebt. Am Ende stand eine Phase der Erschöpfungsdepression, in der ich mich selbst kaum mehr gespürt habe. Dieses Buch ist Teil meiner Rückkehr. Zur Sensibilität. Zur Intensität. Zu meiner künstlerischen Integrität. Ich lebe nicht mehr neben mir her. Ich bin zu mir zurückgekehrt.

 

Warum Selfpublishing?

Weil es mir vollständige künstlerische Kontrolle gibt. Inhaltlich und gestalterisch. Dieses Projekt musste in meiner Hand bleiben.

 

Wie fühlt es sich an, diesem Werk einen Preis zu geben?

Sehr ungewohnt. Aber notwendig. Kunst darf Wert haben – auch finanziell.

 

Wie gehst du mit der Spannung zwischen Kunst und Markt um?

Ich schreibe nicht, um viele zu erreichen. Ich schreibe, um die Richtigen zu erreichen. Wenn das weniger sind, ist das in Ordnung.

 

Wenn die Person, die diesen Prozess ausgelöst hat, es hören würde – was würdest du sagen?

Danke für die Kunst.

Danke für die Integrität.

Und danke für die Resonanz, die mich gezwungen hat, genauer hinzuschauen.

Irgendwann wurde aus dieser Resonanz meine eigene Stimme.

 

Ist dieses Buch Dank, Abschied oder Selbstermächtigung?

Es ist Transformation.

 

Für wen ist dieses Buch wirklich?

Für Menschen, die als „zu sensibel“ gelten. Für Menschen, die sich in Intensität verlieren und darin ihre Stärke entdecken. Für Menschen, die lernen wollen, Resonanz nicht als Schwäche zu sehen, sondern als Kompass. Für diejenigen, die ihre wahre Natur verstecken, um mehr akzeptiert zu sein.
Und ja – zuerst war es für mich. 

Vielleicht musste ich erst lernen, meine eigene Sensibilität nicht mehr klein zu machen.

 


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